Wer kann sich eigentlich noch an die Zeit erinnern ...

Stadtentwicklung

Windrad bei Hoengen
Wer kann sich eigentlich an die Zeit erinnern, als es noch keine Windräder gab? Ärgert man sich über oder fürchtet man sich vor diesen Dingern, so kommt man heute nicht mehr umhin, sie als Alternative und Ressourcen schonender Stromgewinnung zu akzeptieren!
Konsequenterweise gehen die Städte hin und weisen Windkonzentrationszonen aus. In diesen Planungsverfahren sollten rechtliche Vorschriften, topographische Gegebenheiten und die Belange der Menschen unter einen Hut gebracht werden. In diesem Verfahren sind natürlich Städte klar im Vorteil, die über einen großflächigen Anteil landwirtschaftlich genutzter Fläche verfügen.
Alsdorf stößt hier sehr schnell an seine Grenzen. Ganz anders sieht das für eine Stadt wie Eschweiler aus. Eschweiler hat bereits 2014 eine Windkonzentrationszone ausgewiesen, die unmittelbar an den Alsdorfer Stadtteil Warden heranreicht. In einem solchen Planungs und Genehmigungsverfahren ist es üblich, dass die betroffenen Nachbarstädte um ihre Stellungnahme gebeten werden. Für die verantwortlichen Politiker, die in Alsdorf ihr Votum zu diesem Projekt abgeben sollten, war es selbstverständlich mit den Menschen Kontakt aufzunehmen, die in Warden bereits seit Jahrzehnten die Belange der Wardener im Auge haben.

Bei diesen Gesprächen stellte sich heraus, dass die in der Interessengemeinschaft zur Abwehr von Umweltbelästigungen zusammengeschlossenen Wardener, dieser Windkonzentrationszone grundsätzlich nicht negativ gegenüber standen. Sie baten nur darum, einen kleinen Zipfel aus dem Planungsbereich heraus zu nehmen, damit eine gewachsene Heckenstruktur am unmittelbaren Ortsrand nicht überschritten werde.
Im Ausschuss für Stadtentwicklung bat der SPD Stadtverordnete Marcel Gandelheidt dieser Bitte der Wardener Bürger zu folgen.
Einstimmig fasste der Alsdorfer Ausschuss für Stadtentwicklung diesen Beschluss, der anschließend der Eschweiler Planungsbehörde mitgeteilt wurde. Im Februar erreichte die Verwaltung Alsdorf eine erneute Mitteilung der Stadt Eschweiler. Nach Abwägung der vorgebrachten Anregungen aus den Nachbarstädten, empfahl die Verwaltung der Stadt Eschweiler ihren Politikern, den Anregungen aus Alsdorf nicht zu folgen. Sie behauptete in ihrer Vorlage sogar, dass das ganze Projekt nicht realisierbar sei, wenn man auf diesen winzigen Zipfel verzichten würde. 

Als der Ausschussvorsitzende aus Alsdorf mit dem Ausschussvorsitzenden in Eschweiler direkt Kontakt aufnahm, stellte sich heraus, dass auf diesem Zipfel kein Windrad geplant sei.
Es gelang allerdings nicht, den zuständigen Eschweiler Dezernenten dazu zu bewegen, rechtzeitig mit der Alsdorfer Kollegin Kontakt aufzunehmen. Somit blieb dem Auschuss für Stadtentwicklung in Alsdorf nichts anderes übrig, als die bekannten Bedenken erneut zu beschließen. Im Ausschuss waren auch Vertreter der Wardener Interessengemeinschaft anwesend. Die Delegation wurde geleitet von Robert Pelzer, der sich für die breite und gute Unterstützung aus dem Ausschuss bedankte.

Zwischenzeitlich haben sich auch die SPD Parteichefs aus Alsdorf und Eschweiler der Sache angenommen. Beide erklärten die Position Alsdorfs zu unterstützen. Schauen wir mal wie die Sache enden wird.

Eins ist in diesem Zusammenhang bereits deutlich geworden: berechtigte Belange der Bürger haben die verantwortlichen Politiker in Alsdorf klar im Focus

(hp)

 
 

Wer ist Online

Jetzt sind 1 User online

 

Suchen

 

Mitglied werden!

Mitglied werden!
 

Der Link zur NRWSPD

Der Link zur NRWSPD